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Mit einfachen Massnahmen möglichst viel Energie sparen

Wie kann der Kanton Bern dazu beitragen, diesen Winter einen Energiemangel zu verhindern? Mit dieser Frage hat sich der Regierungsrat auseinandergesetzt und ein Massnahmenpaket für die Kantonsverwaltung verabschiedet. Beim Energiesparen setzt er auch auf die Mithilfe und die Solidarität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auf Antrag des Sonderstabs Energiemangel hat der Regierungsrat Ende September ein Massnahmenpaket geschnürt, um auch in der Kantonsverwaltung Energie zu sparen. Bereits seit dem 3. Oktober ist es vollständig umgesetzt.

Eine der wichtigsten Massnahmen ist eine Senkung der Temperatur in Büro- und Aufenthaltsräumen sowie in öffentlichen Gebäuden auf 20 Grad. Weniger stark geheizt werden auch Mehrzweckhallen und Werkstätten, Lager, Garagen und leerstehende Räumlichkeiten. Weiter verzichtet der Kanton diesen Winter – dort, wo es möglich ist – auf Warmwasser und auf Aussenbeleuchtungen, die nicht der Sicherheit dienen. Schliesslich werden auch Anlagen der Haustechnik optimiert, und der Gebrauch von privaten Heizgeräten in Büros ist verboten.

Massnahmen erfolgen abgestimmt auf die Direktionen, die Kantone und den Bund

Grundlage für das Massnahmenpaket zum Energiesparen waren Rückmeldungen der Ämter und Direktionen, aber auch die Empfehlungen der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren. Die getroffenen Massnahmen können einfach und ohne grössere Einschränkungen für das Personal umgesetzt werden. Sie sind unabhängig von der Art des Gebäudes und von dessen Nutzung. Der Sonderstab hat Massnahmen ausgewählt, deren Wirkung möglichst gross ist, die aber den Arbeitsalltag und die Gesundheit des Personals nicht beeinträchtigen. Oft sind es kleine Dinge, die viel bewirken: So ist beispielsweise erwiesen, dass sich allein mit dem Schliessen von Roll- und Fensterläden 10 bis 20 Prozent der Heizenergie einsparen lassen und ein Grad tiefere Raumtemperaturen 5 bis 6 Prozent sparen.

Als weitere Massnahme unterstützt der Kanton Bern die Energiesparkampagne des Bundes, unter anderem mit dem Beitritt zur nationalen «Energiespar-Alliance». Deren Mitglieder bekennen sich zu den nationalen Bemühungen zum Energiesparen und zur Stärkung der Versorgungssicherheit. So unterstützen sie etwa das Sparziel des Bundesrates, den Gasverbrauch in der Schweiz im Winterhalbjahr mit freiwilligen Massnahmen um 15 Prozent zu reduzieren.

Helfen Sie mit beim Energiesparen am Arbeitsplatz!

Auch Sie können jeden Tag dazu beitragen, den Verbrauch von Strom und anderen Energieträgern zu senken. Hier einige Tipps: Löschen Sie das Licht, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz für eine Besprechung oder eine Pause verlassen. Schalten Sie alle elektronischen Geräte komplett aus, wenn Sie diese nicht brauchen, besonders in der Nacht oder am Wochenende. Und schliessen Sie Fenster und Rollläden besonders nachts und übers Wochenende konsequent.

Lüften ist wichtig. Setzen Sie dabei aber auf Stosslüften und verzichten Sie auf langes Öffnen oder Kippen von Fenstern. Und wenn Sie neben dem Energiesparen gleichzeitig auch noch etwas Gutes für Ihre Gesundheit tun möchten: Entscheiden Sie sich doch ab und zu für die Treppe statt den Lift …

Aktuelle Informationen des Kantons Bern zum Energiemangel sowie Tipps zum Energiesparen: www.be.ch/energiemangel 

Text: Manuel Schär

Bild: Thibaut Muller

Der Sonderstab Energiemangel

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat im August den Sonderstab Energiemangel eingesetzt. Dieser hat den Auftrag, sämtliche Informationen des Bundes, interkantonaler Gremien, der Energieversorger und kantonaler Stellen zu bündeln, die Szenarien und Massnahmen mit dem Bund abzusprechen und alle Massnahmen im Zusammenhang mit dem möglichen Energiemangel auf kantonaler Stufe zu koordinieren. Die Absprache und der Informationsaustausch mit den Gemeinden gehören ebenso zu den Aufgaben des Sonderstabs wie die Koordination der Information an die Bevölkerung. Der Sonderstab berichtet regelmässig an den Regierungsrat und bereitet dessen Entscheide vor.

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