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Kurzmitteilungen 01 / 2022

Biber, Bär und Reklame

Am Freitag, 18. März, findet nach einer zweijährigen Corona-Pause wiederum die Museumsnacht statt. Bis spät in die Nacht hinein können zahlreiche Berner Museen und Kunstinstitutionen besucht werden. Auch das Rathaus und das Staatsarchiv sind dieses Jahr wieder dabei.

Im Rathaus können Besucherinnen und Besucher in die Wildnis eintauchen: Die Rathaushalle verwandelt sich in einen heimischen Wald, Laub, Dämmerung und Tiere hautnah inklusive. Wildhüter erzählen Geschichten aus ihrem Alltag. Eine Fotoausstellung, Videos und Referate vermitteln Wissbegierigen weitere Infos. Etwas für den Magen und die Ohren findet sich im Rathauskeller: Zu Wildwurst erzählt der Mundartautor Guy Krneta tierisch wilde Geschichten. Musikalisch begleitet wird er von Daniel Woodtli (Patent Ochsner) und seinen Jagdhörnern.

Das Regierungszimmer empfängt alle «animaux politiques»: Regierungsrätinnen und Regierungsräte erzählen den Besucherinnen und Besuchern von ihrer Arbeit.

Alles Reklame!

Das Staatsarchiv öffnet an der Museumsnacht ebenfalls seine Türen. Eine Ausstellung führt durch die Welt der Werbung und zeigt Werbefilme aus den vergangenen Jahren. Auch werden die «Medienstars» des Staatsarchivs, medial stark beachtete Archivalien, präsentiert. Weiter können an der Taschenlampenführung durch die unterirdischen Magazine Schätze im Untergrund entdeckt werden.

Das Programm der Museumsnacht im Detail: Museumsnacht Bern 

Das Programm des Staatsarchivs

 

Kantonaler Innovationsprozess wird eingeführt

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen künftig eigene Ideen zur Verbesserung der kantonalen Dienstleistungen und zur Förderung der Digitalisierung einbringen können.

Nach einem erfolgreichen Pilotversuch hat die Regierungsdelegation Digitale Verwaltung Ende 2021 die Einführung eines Innovationsprozesses genehmigt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen unabhängig von der Hierarchiestufe zukünftig eigene Ideen zur Verbesserung der kantonalen Dienstleistungen und zur Förderung der Digitalisierung einbringen können.

Die Einführung des Prozesses erfolgt unter der Federführung der Geschäftsstelle Digitale Verwaltung und ist vorerst auf zwei Jahre befristet. Anschliessend wird nach einer Evaluation über das weitere Vorgehen entschieden. Die kantonalen Mitarbeitenden werden in den nächsten Wochen ausführlicher über den Ablauf zur Ideeneingabe informiert.

Schluss mit Papierbergen!

Ab 1. März 2022 dürfen im Kanton Bern Baugesuche nur noch digital eingereicht und bearbeitet werden. Die Plattform eBau machts möglich; Baubewilligungsverfahren werden so für alle Beteiligten einfacher.

Im Kanton Bern werden jährlich rund 20’000 Baugesuche eingereicht. Bisher ging dies mit stapelweise Papier einher. Damit ist ab 1. März 2022 nun Schluss: Neu dürfen Baugesuche nur noch digital eingereicht und bearbeitet werden. Die Plattform eBau machts möglich – und vereinfacht dadurch das Leben aller am Baubewilligungsverfahren beteiligten Personen.

eBau funktioniert ähnlich wie die Plattform zum Einreichen der Steuereklärung (taxme). Gesuchstellende loggen sich ein, füllen die Formulare elektronisch aus und laden die Pläne als PDF hoch. Die zuständige Behörde – meist die Gemeinde oder das Regierungsstatthalteramt – wählt alle Amts- und Fachstellen an, die zum Baugesuch Stellung beziehen müssen. Der Baubewilligungsprozess wird dadurch insgesamt einfacher, transparenter und schneller. Das Baugesuch kann auf eBau von allen, die damit zu tun haben, eingesehen und bearbeitet werden.

Ganz ohne Papier geht es aber (noch) nicht: Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRPG) verlangt noch eine Unterschrift von Hand. Deshalb muss vorderhand noch das unterschriebene Baugesuch zusammen mit den unterzeichneten Bauplänen zweifach bei der Gemeinde eingereicht werden. Die Revision des VRPG für die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs hängt ab vom Fahrplan des neuen Bundesgesetzes über die Plattform für die elektronische Kommunikation in der Justiz (BEKJ). Ein erheblicher Vorteil von eBau besteht heute trotzdem bereits darin, dass alle Unterlagen des Baugesuchs elektronisch vorliegen und für alle Beteiligten gleichzeitig, rund um die Uhr, orts- und zeitunabhängig sowie in Deutsch oder Französisch behandelbar sind.

Das Amt für Gemeinden und Raumordnung startete 2018 mit einem Pilotbetrieb für ein elektronisches Baubewilligungsverfahren. Am Pilot beteiligt waren zehn Emmentaler Gemeinden und das dortige Regierungsstatthalteramt. Seit 2019 können Baugesuche freiwillig bei allen Gemeinden elektronisch eingereicht werden. Rund 5000 Baugesuch pro Jahr wurden seither über eBau abgewickelt.

www.be.ch/ebau 

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