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«Unterschiedliche Zugänge zur Gesundheit»

Am 14. November startet die neue Gesundheitskampagne «Salute». Christine Schmidhalter, Leiterin Betriebliches Gesundheitsmanagement, über die Idee dahinter, darüber, was die Kampagne den Mitarbeitenden bringt – und warum das Betrachten eines Bildes einem guttun kann.

Was hat ein Bild von Ferdinand Hodler mit meiner Gesundheit zu tun?

Wir versuchen bei unserer Gesundheitskampagne Salute aufzuzeigen, dass es unterschiedliche Zugänge zum Thema Gesundheit gibt. Unter anderem über die Kunst. Ferdinand Hodlers Bild, das in einem unserer Videos beschrieben wird, zeigt die Natur, die Berge. Es soll aufzeigen, dass es wichtig ist, dass wir uns draussen bewegen. Dies hat, wie Studien belegen, verschiedene positive Effekte. Einmal physisch, weil wir uns in der Natur bewegen. Dann aber auch psychisch: Schon nur der Anblick von Grünflächen, Bergen und der Natur generell hat eine wohltuende Wirkung. Es kommt noch ein weiterer Gesundheitsaspekt hinzu: Das Bild hängt in einem Museum. Da ist es meist ruhig. Es ist ein Ort, wo man sich zurückziehen und seine Gedanken ordnen kann, vielleicht sogar einmal während einer Mittagspause.

Mit seiner neuen Gesundheitskampagne Salute geht das Personalamt neue Wege. Was genau ist die Idee?

«Salute» kommt vom Begriff Salutogenese, der davon ausgeht, was der Mensch von sich aus dazu beitragen kann, um gesund zu bleiben. Der Name unserer Kampagne, «Salute», ist eine Kombination aus dem Begriff Salutogenese und dem Grusswort «Salut». Es ist nicht die Idee, dass das Personalamt den Mitarbeitenden ein zu erreichendes Ziel, wie etwa zwei Liter Wasser oder Tee pro Tag zu trinken, vorgibt. Die Idee ist vielmehr, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter individuell für sich herausspürt: Was entspricht mir, was gefällt mir, was tut mir gut? 

Warum sollten Kantonsmitarbeitende bei der Gesundheitskampagne Salute mitmachen?

Es geht um die individuelle psychische Gesundheit. Sie ist noch viel individueller als die physische Gesundheit. Beispielsweise: Wie gehe ich im Alltag mit Stress um? Jede Person empfindet Stress anders, es gibt keinen für alle gleichbedeutenden Stresspegel. Die Mitarbeitenden können für sich entscheiden, welches ihre eigenen Bedürfnisse sind und welches Angebot aus der Kampagne ihnen entspricht. Das kann etwa ein Moment der Ruhe im Botanischen Garten Bern oder in einem anderen Garten in der Nähe des Arbeitsplatzes sein. Aber auch das Hören eines kurzen Podcasts kann den Stress reduzieren. Schliesslich macht das Mitmachen auch Spass.

Die Idee ist also, dass Kantonsmitarbeitende nicht nur am Bildschirm Inhalte konsumieren, sondern etwas daraus machen?

Ja, auf jeden Fall. «Salute» soll auch dazu animieren, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch unsere Angebote inspiriert fühlen, etwas zu unternehmen, vielleicht sogar mit einer Kollegin oder einem Kollegen. Wir wollen eine Verbindung zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schaffen und den sozialen Austausch fördern.

Warum liegt der Fokus auf der psychischen Gesundheit?

Es war für uns ein logischer nächster Schritt nach unserer letzten Kampagne «Bern vital», die auf die physische Gesundheit ausgerichtet war. Wir hatten bereits vor Corona entschieden, dass wir das Thema angehen und ein präventives Angebot anbieten möchten – also nicht aufgrund einer Problemlage. Wir stellen nicht mehr Absenzen aufgrund psychischer Erkrankungen fest als bisher. «Salute» startet im meist trüben November und soll, fast wie ein Adventskalender, regelmässig einen hellen Lichtblick ins Dunkel bringen.

Interview: Catherine Arber

Bild: Adrian Moser

Was ist Salute?

Salute! ist die Präventionskampagne zur Förderung der eigenen Gesundheit für alle Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung Bern. Die Kampagne hat zum Ziel, dass sich die Mitarbeitenden mit ihrer eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Dafür stehen ihnen viele Informationen in unterschiedlicher Form zur Verfügung.

Alle Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung Bern können sich für die dreimonatige Präventionskampagne auf der Website www.be.ch/salute registrieren. Anschliessend haben sie Zugang zu den Videos, Podcasts und Blogs. Alle Beiträge beinhalten Informationen, wie das eigene Wohlbefinden auch während des Arbeitsalltags mit verschiedensten Massnahmen gefördert werden kann. Alle Angebote können positiv bewertet und mit den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen geteilt werden.

Wer sich registriert hat, bekommt jede Woche eine E-Mail mit Hinweisen auf neue Inhalte. Die Kampagne startet am 14. November.

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